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Prä­ven­ti­on

Die Kir­chen­ge­mein­den im Pastoral­verbund Net­pher­land – ver­tre­ten durch ihre Kir­chen­vor­stän­de – haben ein Schutz­kon­zept zur Prä­ven­ti­on gegen sexua­li­sier­te Gewalt beschlos­sen. Der Miss­brauchs­skan­dal in unse­rer Kir­che hat auch uns als Gemein­den im Net­pher­land fas­sungs­los und betrof­fen gemacht. Auch im Net­pher­land hat es Miss­brauch gege­ben und unse­re Gemein­den haben zusam­men mit dem Erz­bis­tum Pader­born dar­auf reagiert.

Bereits seit eini­gen Jah­ren gibt es bei uns Schu­lun­gen zur Prä­ven­ti­on von sexu­el­lem Miss­brauch. In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren haben im Pastoral­verbund Net­pher­land außer dem Pas­to­ral­team über 120 wei­te­re Teil­neh­mer an einer Schu­lung teil­ge­nom­men. Der Gesamt­um­fang der Schu­lun­gen beläuft sich auf über 500 Stun­den. Dazu kom­men zusätz­lich die Schu­lun­gen der Mit­ar­bei­ter der Kin­der­gär­ten und der Ehren­amt­li­chen in den Ver­bän­den. Es ist uns wich­tig, durch die­se Schu­lun­gen eine Kul­tur der Acht­sam­keit zu för­dern, die es Tätern so schwer wie mög­lich macht. Auch haben alle Ange­stell­ten ein erwei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis vor­ge­legt.

Um die­se Bemü­hun­gen wei­ter zu prä­zi­sie­ren und ver­bind­lich zu machen, wur­de jetzt ein Schutz­kon­zept zur Prä­ven­ti­on gegen sexua­li­sier­te Gewalt beschlos­sen. Im Rah­men des Schutz­kon­zep­tes wur­den zwei Per­so­nen als  Prä­ven­ti­ons­fach­kräf­te und Ansprech­part­ner beauf­tragt, um Mel­dun­gen – sowohl per­sön­lich als auch anonym – ent­ge­gen­zu­neh­men. Sie küm­mern sich ver­trau­lich um alle Mel­dun­gen und lei­ten, ent­spre­chend dem im Schutz­kon­zept fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren, die not­wen­di­gen Schrit­te ein. Beauf­tragt wur­den:

Betina Zimmermann

Beti­na Zim­mer­mann

Tel.: 02738 6922700
E‑Mail: zimmermann@pv-netpherland.de

Betina Zimmermann

Beti­na Zim­mer­mann

Tel.: 02738 6922701
E‑Mail: glomski@pv-netpherland.de

Mit dem Schutz­kon­zept ver­bun­den sind auch wei­te­re ver­schie­de­ne kon­kre­te Maß­nah­men:

  1. In jeder Kir­chen­ge­mein­de wird für Rück­mel­dun­gen ein Brief­kas­ten auf­ge­hängt, zu dem nur die bei­den oben genann­ten Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­ten Zugang haben.
  2. Die Arbeits­grup­pe der vier Kir­chen­vor­stän­de wur­de als stän­di­ge Arbeits­grup­pe ein­ge­rich­tet. Sie ent­schei­det über die jähr­lich anzu­bie­ten­den Schu­lungs­maß­nah­men, wer ein Füh­rungs­zeug­nis nach § 30 Absatz 5 und § 30a Absatz 1 des Bun­des­zen­tral-regis­ter­ge­set­zes vor­le­gen muss, berät Pro­blem­la­gen und damit die Kon­se­quen­zen für die Wei­ter­ent­wick­lung des Schutz­kon­zepts.
  3. Jugend- und Erwach­se­nen­ver­bän­de sowie die Kin­der­ta­ges­stät­ten und das Alten­heim St. Eli­sa­beth haben eige­ne Schutz­kon­zep­te oder müs­sen die­se ent­wi­ckeln. Inhalt­lich wol­len wir die­se Kon­zep­te auf­ein­an­der abstim­men.

Bei Fra­gen und Mel­dun­gen von Miss­brauchs­fäl­len oder sexu­el­len Über­grif­fen steht der Inter­ven­ti­ons­be­auf­trag­te Herr Tho­mas Wend­land und sein Team unter 05251 12517001 und per E‑Mail jeder­zeit zur Ver­fü­gung.