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Gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung

Mit der Lei­tung des Pas­to­ra­len Raums Net­pher­land wur­de Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Jacek Kan­tor zusam­men mit sei­nem Pas­to­ral­team vom Erz­bi­schof beauf­tragt. An der Lei­tung wir­ken die Kir­chen­vor­stän­de und der Rat der Pfar­rei­en als Aus­druck einer syn­oda­len Kir­che mit.

 

Pas­to­ral­team

Jacek Kan­tor, Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor und Lei­ter des Pas­to­ra­len Rau­mes

Wann und Wo wur­den Sie gebo­ren?

Ich bin am 11.08.1973 in einem klei­nen Ort Lip­ni­ca Wiel­ka bei Krakau/Polen gebo­ren, dort auf­ge­wach­sen und Grund­schu­le besucht. Nach dem Abitur in der Kreis­stadt Nowy Sącz (Neu San­dez) habe ich im Pries­ter­se­mi­nar im süd­polni­schen Bis­tum Tarnów Phi­lo­so­phie und Theo­lo­gie stu­diert. Das Stu­di­um habe ich als Diplom-Theo­lo­ge abge­schlos­sen. Am 22.05.1999 wur­de ich im Dom zu Tarnów von Bischof Wik­tor Skworc zum Pries­ter geweiht. Nach der Pries­ter­wei­he war ich in drei Gemein­den in mei­ner Hei­mat­diö­ze­se als Pfarr­vi­kar tätig. 2009 erklär­te ich mich – in Rah­men der Part­ner­schaft zwi­schen dem Bis­tum Tarnów und dem Erz­bis­tum Pader­born – bereit, mei­ne pries­ter­li­che Tätig­keit in der deut­schen Erz­diö­ze­se fort­zu­set­zen.

Seit wann sind Sie in unse­rem Pas­to­ra­len Raum tätig – und wie sind  Sie zu die­ser Auf­ga­be gekom­men?:

In Bezug auf das Schrei­ben des Erz­bi­schöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ria­tes in Pader­born vom Sep­tem­ber 2024 habe ich mich um die Stel­le des Pfarr­ad­mi­nis­tra­tors im Pas­to­ra­len Raum Net­pher­land bewor­ben. Mit die­ser Stel­le ist die Lei­tung des Pas­to­ra­len Rau­mes und der dazu gehö­ren­den Gemein­den ver­bun­den. Die Bewer­bung hat sich als erfolg­reich erwie­sen und so wur­de ich vom Erz­bi­schof Dr. Udo Mar­kus Bentz zur o.g. Stel­le zum 1.Februar 2025 ernannt.

Was schät­zen Sie an Ihrer Arbeit beson­ders?:

Beson­ders wich­tig ist mir von Jesus Chris­tus und mei­ner Ver­bun­den­heit zu IHM zu erzäh­len. ER ist gegen­wär­tig und das Reich Got­tes ist mit­ten unter uns, und dar­an mit­zu­wir­ken, die­ses Reich auf­zu­bau­en, erfüllt mich mit Freu­de und Dank­bar­keit.

Als katho­li­scher Pries­ter habe ich durch die Fei­er der Sakra­men­te das gro­ße Pri­vi­leg, Men­schen die­se Nähe Got­tes erfahr­bar zu machen. In Tau­fe, Eucha­ris­tie, Kran­ken­sal­bung und allen ande­ren Sakra­men­ten wird sicht­bar: Chris­tus beglei­tet uns durch alle Höhen und Tie­fen des Lebens. In die­sem Zusam­men­hang ist mir wich­tig, Men­schen auf ihrem Lebens- und Glau­bens­weg im Auf­trag Jesu Chris­ti und sei­ner Kir­che zu beglei­ten.  Es ist ein Geschenk, mit ihnen Freu­de und Leid zu tei­len, ihnen Hoff­nung zu geben und gemein­sam den Glau­ben zu leben.

Wel­che Erfah­run­gen oder Orte haben Sie auf Ihrem bis­he­ri­gen Weg geprägt?:

Sehr stark geprägt hat mich der Welt­ju­gend­tag in Syd­ney im Jahr 2008. Dort durf­te ich die leben­di­ge Erfah­rung der Welt­kir­che machen: Hun­dert­tau­sen­de von jun­gen Men­schen und Hun­der­te von Pries­tern aus allen Tei­len der Erde kamen zusam­men, um gemein­sam den Glau­ben zu fei­ern. In Begeg­nun­gen und Gesprä­chen mit vie­len von ihnen habe ich gespürt, wie groß und viel­fäl­tig die Kir­che ist – und zugleich, wie sehr uns die gemein­sa­me Lie­be zu Chris­tus ver­bin­det. Die­se Erfah­rung hat mein Herz weit gemacht und mir gezeigt, dass Kir­che wirk­lich uni­ver­sal ist.

Sie hat mich auch dazu geführt, bereit zu sein, mein Hei­mat­bis­tum zu ver­las­sen und in einem ande­ren Teil der Welt­kir­che mit­zu­wir­ken. Denn ich habe erkannt: Die Kir­che lebt von der Viel­falt ihrer Glie­der, und es ist ein Geschenk, an ver­schie­de­nen Orten mit­bau­en zu dür­fen am Reich Got­tes.

Was bedeu­tet Ihnen der Glau­be per­sön­lich?:

Ganz wich­tig und bedeut­sam ist mir mein Pri­miz-Spruch: „Nicht mehr ich lebe, son­dern Chris­tus lebt in mir“ (Gal 2,20). Die­ser Vers beglei­tet mich seit mei­ner Pries­ter­wei­he und prägt mein Ver­ständ­nis vom Glau­ben: Es geht nicht zuerst um mei­ne eige­nen Kräf­te, son­dern dar­um, Chris­tus Raum zu geben, damit er in mir und durch mich wir­ken kann.

In die­sem Zusam­men­hang ist auch die vor eini­gen Jah­ren gegrün­de­te spi­ri­tu­el­le Bewe­gung „Sola­ris“ https://domrekolekcyjnysiedlec.pl/ruch-solaris.html für mich ein wich­ti­ges Zei­chen. An der Ent­ste­hung der Bewe­gung habe ich ein wenig mit­wir­ken durf­ten. Sie erin­nert dar­an, dass Chris­tus wirk­lich in uns lebt und dass wir aus sei­ner Gegen­wart Kraft schöp­fen dür­fen. Das Gebet „In mir leben­der Jesus“ trägt mich durch mei­nen All­tag und gibt mir Ori­en­tie­rung in den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens.

Wie schöp­fen Sie Kraft und Aus­gleich im All­tag ?:

Kraft und Aus­gleich im All­tag fin­de ich auf ver­schie­de­ne Wei­se. Nach dem Mot­to „Bewe­gung tut gut“ gehe ich ger­ne spa­zie­ren. Ein wei­te­res Leit­wort für mich ist „ein gesun­der Geist in einem gesun­den Kör­per“ – des­halb besu­che ich regel­mä­ßig das Fit­ness­stu­dio, um auch kör­per­lich fit zu blei­ben.

Neben der Bewe­gung ist auch das Lesen ein wich­ti­ges Hob­by für mich. Dabei grei­fe ich zu zwei ganz unter­schied­li­chen Arten von Büchern: Zum einen lie­be ich span­nen­de Kri­mis, beson­ders die Wer­ke mei­ner Lieb­lings­au­torin Char­lot­te Link. Zum ande­ren lese ich ger­ne spi­ri­tu­el­le Bücher, die mei­nen Glau­ben ver­tie­fen und mir neue Impul­se für mei­nen All­tag geben.

 

 

Hubert Nowak, Pas­tor

Wann und Wo wur­den Sie gebo­ren?:

Ich bin am 1 April 1960 in Rati­bor (Ober­schle­si­en ) gebo­ren.
1988 wur­de ich in Oppeln zum Pries­ter geweiht und seit 1992 die­ne ich in ver­schie­de­nen Gemein­den der Diö­ze­se Pader­born als Pries­ter und Seel­sor­ger.

Seit wann sind Sie in unse­rem Pas­to­ra­len Raum tätig – und wie sind  Sie zu die­ser Auf­ga­be gekom­men?:

Seit 2002 bin ich in Netphen-Walpersdorf und habe in ver­schie­de­nen “ter­ri­to­ria­len und per­so­nel­len Kon­stel­la­tio­nen“ mei­nen seel­sorg­li­chen Dienst aus­ge­übt. Die Stel­le in Walpersdorf war damals aus­ge­schrie­ben. Ich habe mich dar­auf bewor­ben und kann heu­te sagen, dass ich zum Glück die­se Stel­le „gewon­nen“ habe.

Was schät­zen Sie an Ihrer Arbeit beson­ders?:

Beson­ders schät­ze ich in mei­nem Dienst an den Gemein­den den per­sön­li­chen Kon­takt mit den Kin­dern und Jugend­li­chen, aber auch den Kon­takt mit Senio­ren, wel­che seel­sorg­li­che und geist­li­che Beglei­tung brau­chen.
Lei­den­schaft­lich ger­ne spen­de ich den Gläu­bi­gen die Sakra­men­te der Kir­che.
Beson­ders die Fei­er der Eucha­ris­tie ist mir in mei­nem pries­ter­li­chen Leben enorm wich­tig.

Wel­che Erfah­run­gen oder Orte haben Sie auf Ihrem bis­he­ri­gen Weg geprägt?:

In mei­nem pries­ter­li­chen Leben hat mich der seel­sorg­li­che Dienst in vie­len Gemein­den und Begeg­nun­gen mit den Gläu­bi­gen geist­lich geprägt. Beson­ders die ers­ten Jah­re in Sie­ger­land haben mein Ver­ständ­nis, was “boden­stän­di­ge Seel­sor­ge” ist stark geprägt. Von den vie­len Gemein­de­aus­flü­gen, Pil­ger­fahr­ten, fro­he Gemein­de­fes­te und schö­ne, unver­gess­li­che Ereig­nis­se wie die Ein­wei­hung des Pfarr­heims in Walpersdorf zeh­re ich heu­te noch.
Im Mai 2019 habe ich mir mei­nen lang­jäh­ri­gen Wunsch erfüllt und bin allei­ne den tra­di­tio­nel­len Jakobs­weg — vom St. Joan Pied de Port bis nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la — gepil­gert (in 35 Tagen habe ich 802 km geschafft!). Die­ser Pil­ger­weg hat mich enorm begeis­tert und berei­chert und es waren unver­gess­li­che Tage für mich.

Was bedeu­tet Ihnen der Glau­be per­sön­lich?:

Als Pries­ter der Kath. Kir­che lebe ich mei­nen Glau­ben an Gott den Lie­ben­den Vater sozu­sa­gen mit allem „Pipa­po“. Der Glau­be an Gott und die Tra­di­ti­on der Kir­che sind für mich per­sön­lich mein Weg­wei­ser.

Wie schöp­fen Sie Kraft und Aus­gleich im All­tag ?:

In mei­nem All­tag ver­su­che ich immer eini­ge Zei­ten für mich ganz per­sön­lich “zu reser­vie­ren”. Da ich sehr natur­ver­bun­den bin gehe ich ger­ne in den Wäl­dern um Walpersdorf her­um spa­zie­ren.
Ich bewun­de­re die schö­nen Pflan­zen und Blu­men und öfters arbei­te ich auch in mei­nem Gar­ten.

Beson­ders am Abend lese ich ger­ne (in deut­scher und in pol­ni­scher Spra­che ) klas­si­sche, phi­lo­so­phi­sche und theo­lo­gi­sche Bücher. Ich schöp­fe mei­ne Kraft für mei­nen seel­sorg­li­chen All­tag in der Natur und in der Begeg­nung mit Freun­den und lie­ben Men­schen.

 

Hubert Ber­schau­er, stän­di­ger Dia­kon (ehren­amt­lich)

 

Wann und Wo wur­den Sie gebo­ren?:

1963 in Bad Saul­gau (Baden-Würt­tem­berg), 40 Kilo­me­ter vom Boden­see ent­fernt

Seit wann sind Sie in unse­rem Pas­to­ra­len Raum tätig – und wie sind Sie zu die­ser Auf­ga­be gekom­men?:

Seit Novem­ber 2024.
Davor war ich 25 Jah­re ehren­amt­li­cher Dia­kon im Pas­to­ra­len Raum Süd­li­ches Sie­ger­land.
Ich habe in Tübin­gen Theo­lo­gie (Diplom) und Rechts­wis­sen­schaf­ten (2. Staats­e­xa­nen) stu­diert. Nach ers­ten beruf­li­chen Sta­tio­nen in der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart in der Gemein­de­pas­to­ral und als Geschäfts­füh­rer des Diö­ze­san­rats und Diö­ze­san­pries­ter­rat habe ich im Jahr 1998 die Dia­ko­nen­wei­he durch Weih­bi­schof Dr. Johan­nes Kreid­ler emp­fan­gen und übe seit­her mei­nen Dienst als Dia­kon mit Zivil­be­ruf ehren­amt­lich aus. Haupt­be­ruf­lich arbei­te­te ich bis zu mei­nem Ren­ten­ein­tritt im Juni 2024 als Rechts­an­walt und seit 2008 für die Mari­en Gesell­schaft Sie­gen, zuletzt als Mit­glied der Kon­zern­ge­schäfts­füh­rung.
Nach mei­nem Ren­ten­ein­tritt stell­te sich mir die Fra­ge, wie ich mei­nen neu­en Lebens­ab­schnitt gestal­ten möch­te. Nur zu Hau­se zu sit­zen kam nicht in Fra­ge. Da im Net­pher­land etwas Man­gel an Seel­sor­gern herrsch­te und im Süd­li­chen Sie­ger­land zu mei­ner gro­ßen Freu­de drei neue Mit­brü­der zum Dia­kon geweiht wur­den, dach­te ich mir, dass dies doch eine gute Gele­gen­heit sein könn­te, hier noch etwas aus­zu­hel­fen. Aus der Aus­hil­fe wur­de dann ein offi­zi­el­ler Wech­sel ins Net­pher­land.

Was schät­zen Sie an Ihrer Arbeit beson­ders?:

Mit den Diens­ten eines Dia­kons am Reich Got­tes mit­bau­en und dabei ganz vie­le lie­bens­wür­di­ge Men­schen ken­nen­ler­nen zu dür­fen. 

Wel­che Erfah­run­gen oder Orte haben Sie auf Ihrem bis­he­ri­gen Weg geprägt?:

Ich bin im katho­li­schen Ober­schwa­ben in einer Groß­fa­mi­lie mit sie­ben Geschwis­tern auf­ge­wach­sen. Prä­gen­de Erfah­run­gen habe ich auch wäh­rend mei­nes Zivil­diens­tes im Ret­tungs­dienst gemacht. Das Stu­di­um in Tübin­gen und das Ken­nen­ler­nen mei­ner zukünf­ti­gen Ehe­frau aus dem Sie­ger­land und die Fami­li­en­grün­dung (heu­te zwei erwach­se­ne Söh­ne, eine Schwie­ger­toch­ter und ein Enkel) waren ent­schei­dend für den wei­te­ren Lebens­weg, der mich dann 1999 ins Sie­ger­land führ­te. Vie­le Her­aus­for­de­run­gen aber auch vie­le sehr schö­ne Erleb­nis­se als Rechts­an­walt und im Manage­ment eines Gesund­heits­un­ter­neh­mens form­ten mich zu dem, was ich heu­te bin. Mein Lebens­mot­te lau­tet: Enga­gier­te Gelas­sen­heit – und zwar aus dem Glau­ben. 

Was bedeu­tet Ihnen der Glau­be per­sön­lich?:

Halt, Ori­en­tie­rung und Freu­de in allen Situa­tio­nen mei­nes Lebens. Wich­tig ist mir, dass jeder Christ/jede Chris­tin auf­grund seiner/ihrer Tau­fe beru­fen ist, mit den von Gott zur Ver­fü­gung gestell­ten Bega­bun­gen schon hier und jetzt am Auf­bau des Rei­ches Got­tes mit­zu­wir­ken.
Mei­ne Lieb­lings­stel­le in der Bibel steht in Lukas 17,20–21: „Als Jesus von den Pha­ri­sä­ern gefragt wur­de, wann das Reich Got­tes kom­me, ant­wor­te­te er: Das Reich Got­tes kommt nicht so, dass man es beob­ach­ten könn­te. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn sie­he, das Reich Got­tes ist mit­ten unter euch.“

Wie schöp­fen Sie Kraft und Aus­gleich im All­tag ?:

Beim Spa­zie­ren­ge­hen mit Fami­li­en­hund Fro­do (mein treu­er Weg­ge­fähr­te seit Jah­ren), beim Lesen von Kri­mis mit loka­lem Hin­ter­grund (z.B. Tris­tan Irle), beim Kochen und Backen (was man lei­der auch sieht, da ich das Gekoch­te und Geba­cke­ne in der Regel auch ger­ne esse).

 

Clau­dia Sie­ler, Gemein­de­re­fe­ren­tin in Aus­bil­dung

 

Wann und Wo wur­den Sie gebo­ren?:

Ich bin am 08.05.1972 in Sie­gen gebo­ren wor­den, aber in Derm­bach (Rhein­land-Pfalz) auf­ge­wach­sen.

Seit wann sind Sie in unse­rem Pas­to­ra­len Raum tätig – und wie sind  Sie zu die­ser Auf­ga­be gekom­men?:

Ich bin seit Febru­ar 2025 hier im PV Net­pher­land als Aus­hil­fe im pas­to­ra­len Dienst ange­stellt, aller­dings nur mit einem Stun­den­kon­tin­gent von 19,9 Wochen­stun­den. Das ist der Tat­sa­che geschul­det, dass ich noch im Stu­di­um der Ange­wand­ten Theo­lo­gie an der katho NRW Stand­ort Pader­born ein­ge­schrie­ben bin. Ich stu­die­re im Fern­stu­di­um und darf seit Febru­ar nun qua­si dual stu­die­ren, eine gemein­sa­me Initia­ti­ve mei­ner Aus­bil­dungs­lei­tung in Pader­born, der katho NRW und des Erz­bis­tums.

Was schät­zen Sie an Ihrer Arbeit beson­ders?:

Es ist eine wun­der­schö­ne Auf­ga­be, dem PV Net­pher­land mit mei­nen Cha­ris­men die­nen zu dür­fen. Beson­ders mag ich die Erfah­rung, dass wir im Mit­ein­an­der alle von­ein­an­der ler­nen und pro­fi­tie­ren, also gemein­sam im Glau­ben wach­sen!

Wel­che Erfah­run­gen oder Orte haben Sie auf Ihrem bis­he­ri­gen Weg geprägt?:

Mei­ne wort­wört­li­che Begeis­te­rung haben die Auf­ent­hal­te in Tai­zé geweckt. Von dort habe ich die Selbst­ver­ständ­lich­keit, ein­an­der auf Augen­hö­he begeg­nen zu kön­nen, mit­ge­bracht. Ich wer­de nie ver­ges­sen, dass ich mich dort völ­lig ahnungs­los sehr gut mit einem schwe­di­schen Erz­bi­schof unter­hal­ten habe, der inko­gni­to unter­wegs war. Man kann sich vor­stel­len, wie ich mich erschro­cken habe, als der­sel­be net­te Gesprächs­part­ner abends plötz­lich in vol­lem „Ornat“ neben dem Pri­or von Tai­zé stand und vor­ge­stellt wur­de. Die­ses Mit­ein­an­der auf Augen­hö­he und die­se Wert­schät­zung hat mich tief beein­druckt.

In den letz­ten Jah­ren hat mich wesent­lich geprägt, wie offen und zuge­wandt Ordens­chris­tin­nen und Ordens­chris­ten oft sind, obwohl sie doch meist kon­tem­pla­tiv und eher abge­schot­tet leben. Das Mit­ein­an­der hat mich dazu bewo­gen, mich dem drit­ten Orden, wie man es frü­her bezeich­ne­te, dem Lai­en­or­den der Kar­me­li­ten (Tere­sia­ni­sche Kar­mel­ge­mein­schaft) anzu­schlie­ßen.

Was bedeu­tet Ihnen der Glau­be per­sön­lich?:

Mein liebs­ter Satz aus der Bibel ist der Schluss­vers des Psal­mes 87: „Alle mei­ne Quel­len ent­sprin­gen in dir“ und das Lied, in wel­chem die­ser Satz wei­ter aus­ge­führt wird. In die­sem Lied wird eigent­lich alles genannt, was mir Gott bedeu­tet.

Wie schöp­fen Sie Kraft und Aus­gleich im All­tag ?:

Ich lie­be es, mit ande­ren zu musi­zie­ren. Außer­dem lade ich mei­ne Akkus immer auf, wenn ich drau­ßen Sport mache oder im Gar­ten arbei­te.

 

Lore­na Schil­ling, Ver­wal­tungs­lei­te­rin

Wann und Wo wur­den Sie gebo­ren?:

Ich wur­de 1994 im Her­zen des Sie­ger­lan­des gebo­ren – in Sie­gen. Hier lie­gen mei­ne Wur­zeln und hier schlägt mein Herz noch heu­te.

Seit wann sind Sie in unse­rem Pas­to­ra­len Raum tätig – und wie sind  Sie zu die­ser Auf­ga­be gekom­men?:

Seit Sep­tem­ber 2022 darf ich Teil des Pas­to­ra­len Rau­mes Net­pher­land sein.
Nach mei­nem Mas­ter­stu­di­um im Deut­schen und Euro­päi­schen Wirt­schafts­recht, mit Schwer­punkt Insol­venz­recht, war ich zunächst im Bereich der Insol­venz­ver­wal­tung tätig. Doch wie es so schön heißt: „Der Mensch denkt – Gott lenkt.“
Gott hat mich auf neue Wege geführt – Wege, auf denen ich heu­te mei­nen Glau­ben und mei­ne beruf­li­che Beru­fung mit­ein­an­der ver­bin­den darf.

Was schät­zen Sie an Ihrer Arbeit beson­ders?:

Ich lie­be die Viel­fäl­tig­keit mei­nes Arbeits­all­ta­ges – kein Tag gleicht dem ande­ren, Rou­ti­ne hat hier kei­nen Platz.
Beson­ders dank­bar bin ich dafür, Men­schen die Begeg­nung mit Jesus Chris­tus zu ermög­li­chen – im Net­pher­land und weit dar­über hin­aus. Das ist für mich der schöns­te Teil mei­ner Auf­ga­be.

Wel­che Erfah­run­gen oder Orte haben Sie auf Ihrem bis­he­ri­gen Weg geprägt?:

Ich bin in einer aktiv prak­ti­zie­ren­den katho­li­schen Fami­lie auf­ge­wach­sen und war schon früh eine enga­gier­te Mess­die­ne­rin.
Mein Glau­be hat mich mein gan­zes Leben beglei­tet – wie ein roter Faden, der mich hält und führt.
Wäh­rend mei­ner Stu­di­en­zeit durf­te ich zudem wert­vol­le Ein­bli­cke in die Welt der Frei­kir­chen gewin­nen. Dort habe ich etwa das freie Gebet ken­nen und lie­ben gelernt.
Die­se Erfah­run­gen hel­fen mir heu­te, Her­aus­for­de­run­gen – im per­sön­li­chen Glau­ben wie auch in kirch­li­chen Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen – mit Ver­trau­en anzu­ge­hen.
Der christ­li­che Glau­be hat sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te immer wie­der gewan­delt, und er wird sich wei­ter wan­deln. Doch eines bleibt gewiss: Er wird nie­mals unter­ge­hen.

Was bedeu­tet Ihnen der Glau­be per­sön­lich?:

Mein Glau­be ist mei­ne Leit­plan­ke durchs Leben – er schenkt mir Ori­en­tie­rung, Ruhe und das tie­fe Bewusst­sein, nie allein zu sein.
Er ist mein stän­di­ger Beglei­ter und mein inne­rer Kom­pass.
Die­se beson­de­re Bezie­hung zu Gott wün­sche ich allen Men­schen – sie ist ein uner­schöpf­li­cher Quell von Hoff­nung, Lie­be und Ver­trau­en.

Mei­ne Lieb­lings­stel­le in der Bibel

„Herr, du erfor­schest mich und kennst mich.“
(Psalm 139)

Die­ser Psalm erin­nert mich immer wie­der dar­an, dass Gott mich durch und durch kennt – mit all mei­nen Stär­ken, Schwä­chen, Gedan­ken und Wegen.
Er ist mir nahe, ganz gleich, wohin das Leben mich führt. Die­se Zusa­ge schenkt mir Gebor­gen­heit und Ver­trau­en, beson­ders in beweg­ten Zei­ten.

Wie schöp­fen Sie Kraft und Aus­gleich im All­tag ?:

Ich bin eine sehr sport­li­che Per­son und fin­de mei­ne Balan­ce am liebs­ten in Bewe­gung.
Neben dem Fuß­ball bin ich begeis­ter­te Schwim­me­rin und lie­be es, beim Moun­tain­bi­ken zwi­schen den vor­bei­ra­sen­den Bäu­men ein­fach abzu­schal­ten – das ist für mich Frei­heit pur.
Mit mei­ner klei­nen York­shire-Ter­ri­er-Dame unter­neh­me ich gern aus­ge­dehn­te Spa­zier­gän­ge. Gemein­sam lei­ten wir sogar mei­ne eige­ne Hun­de­schu­le, das „Pfo­ten­schloss Schil­ling“ – eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, die mir unglaub­lich viel Freu­de berei­tet.
Und wenn es ein­mal etwas ruhi­ger sein darf, genie­ße ich es, mit einem guten Buch in der Hand zur Ruhe zu kom­men und neue Kraft zu schöp­fen.

 

Ver­wal­tung

Lore­na Schil­ling Ver­wal­tungs­lei­te­rin

Sabi­ne Schwartz­kopff, Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­te­rin, Netphen  

Karin Bal­ling, Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­te­rin, Irmgarteichen

Jut­ta Vorm­weg, Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­te­rin, Walpersdorf 

 

 

 

Kir­chen­vor­stän­de

St. Mar­tin — Netphen
  • Pas­tor Jacek Kan­tor, Lei­ter des Pas­to­ra­len Rau­mes PV Net­pher­land
  • Mar­tin Fried­rich
  • Alex Göbel
  • Bru­no Glom­ski
  • Dani­el Groß
  • Thors­ten Schul­te
  • Hans-Joa­chim Wert­hen­bach
St. Cäci­lia — Irmgarteichen
  • Pas­tor Jacek Kan­tor, Lei­ter des Pas­to­ra­len Rau­mes PV Net­pher­land
  • Karl­heinz Büden­ben­der
  • Tho­mas Büden­ben­der
  • Petra Hart­mann 
  • Wolf­gang Hoff­mann
  • Andrea Maria Ley
  • Mari­ta Schä­fer
Namen Jesu — Dreis-Tiefenbach
  • Pas­tor Jacek Kan­tor, Lei­ter des Pas­to­ra­len Rau­mes PV Net­pher­land
  • Chris­ti­an Gün­ther
  • Rapha­el Heß
  • Ste­fan Kors­ti­an
  • Achim Roh­le­der
  • Ste­fan Weber
  • Andre­as Wies­mann
St. Sebas­ti­an — Walpersdorf
  • Pas­tor Jacek Kan­tor, Lei­ter des Pas­to­ra­len Rau­mes PV Net­pher­land
  • Stef­fen Gross
  • Gode­hard  Neu­ser
  • Anna Kris­tin Schmidt
  • Hart­wig Vorm­weg
  • Mar­kus Wage­ner
  • Tho­mas Wien­kamp

 

Rat der Pfar­rei­en

 

Die gewähl­ten Ver­tre­ter und Ver­tre­te­rin­nen aus den Kir­chen­ge­mein­den sind:

Sven Bab­lich, Eschen­bach

Joan­na Ewe­li­na Görldt, Netphen

Ben­ja­min Görg, Irmgarteichen

Dr. Rita Men­de, Dreis-Tiefenbach 

Andrea Resch­ke-Frank, Dreis-Tiefenbach

Ros­wi­tha Ste­phan, Dreis-Tiefenbach

Susan­ne Töp­pel, Eschen­bach

Ann-Sophie Vorn­weg, Walpersdorf

 

Von Amts wegen sind die Mit­glie­der des Pas­to­ral­teams stimm­be­rech­tig­te Mit­glie­der im Rat der Pfar­rei­en.