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Pastoralverbund Netpherland Firmung

Plötz­lich kam vom Him­mel her ein Brau­sen, wie wenn ein hef­ti­ger Sturm daher­fährt, und erfüll­te das gan­ze Haus, in dem sie waren. Und alle wur­den mit dem Hei­li­gen Geist erfüllt.

(Apos­tel­ge­schich­te 2,2.4)

Fir­mung

War­um?

Am Pfingst­fest (Apg 2, 1–36) waren die Apos­tel Jesu ver­sam­melt und emp­fin­gen den von Jesus ver­spro­che­nen Hei­li­gen Geist. Aus vor­her oft ängst­li­chen und zwei­feln­den Jün­gern wur­den nun muti­ge und star­ke Glau­bens­zeu­gen, die davon erzähl­ten, dass sie dem auf­er­stan­de­nen Jesus begeg­net sind (Apos­tel­ge­schich­te).

Bei der Fir­mung emp­fan­gen die Firm­lin­ge – wie damals die Jün­ger Jesu —  eben­falls den Hei­li­gen Geist, was durch Hand­auf­le­gung und Gebet geschieht. Außer­dem bezeu­gen die Firm­lin­ge, dass sie voll­stän­di­ge Mit­glie­der der Kir­che sein und wie die Jün­ger vom Glau­ben an Jesus Zeug­nis geben wol­len.

Wer?

Jugend­li­che zwi­schen 14–16 Jah­ren, die getauft und zur Erst­kom­mu­ni­on gegan­gen sind.

Erwach­se­ne, die getauft und zur Erst­kom­mu­ni­on gegan­gen sind, aber noch nicht das Sakra­ment der Fir­mung emp­fan­gen haben.

Erwach­se­ne, die noch nicht getauft sind oder einer ande­ren christ­li­chen Kon­fes­si­on ange­hö­ren und katho­lisch wer­den.

Wann?

Alle zwei Jah­re fin­det bei uns im Pastoral­verbund Net­pher­land die Spen­dung der Fir­mung statt. In der Regel wer­den im Früh­jahr des jewei­li­gen Firm­jah­res Jugend­li­che der 8. und 9. Klas­se ange­schrie­ben, die dann im spä­ten Herbst (9./10. Klas­se) ein­ge­la­den sind, das Sakra­ment zu emp­fan­gen.

Ablauf

Das Sakra­ment der Fir­mung fin­det im Rah­men einer Eucha­ris­tie­fei­er statt, die in die­sem beson­de­ren Fall oft von einem Bischof gefei­ert wird.

In der Mess­fei­er lädt der Bischof die Gemein­de zum Gebet ein und spricht zusam­men­fas­send ein beson­de­res Gebet um den Hei­li­gen Geist. Die Fir­mung selbst wird mit Chri­sam durch­ge­führt, wel­ches ein beson­de­res Öl ist. Schon bei der Tau­fe wer­den Chris­ten mit damit gesalbt. In der Anti­ke wur­de die­ses Öl benutzt, wenn Köni­ge und Pro­phe­ten neu ein­ge­setzt wur­den. Die Kir­che hat die­sen Ritus über­nom­men, um zu zei­gen: Der wah­re König ist Gott und du bist jetzt sein Kind, dar­um wirst du selbst wie ein König gesalbt!

Der Bischof zeich­net mit dem Chri­sam ein Kreuz auf die Stirn des Firm­lings und spricht ihn dabei mit Namen an und sagt dann: „Sei besie­gelt durch die Gabe Got­tes, den Hei­li­gen Geist.“