Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
(Matthäus 19,6)
Ehe
Warum?
Gottes Liebe zu den Menschen kann nicht zerbrechen. Als Christen glauben wir außerdem, dass auch wir Menschen zu solch einer Liebe fähig und gerufen sind und so ein Zeichen sein können für die Liebe Gottes. Ein Sakrament ist ein sichtbares Zeichen für Gott, der nicht sichtbar ist. Kirchlich zu heiraten bedeutet also, voll und ganz „Ja“ zu sagen, ohne Vorbehalt, in Freiheit und für immer. Und so die Liebe Gottes in unserer Welt sichtbar zu machen.
Wer?
Christen, die ihren Ehebund bewusst vor Gott schließen und so ein Zeichen im oben beschriebenen Sinn sein wollen. Das Sakrament der Ehe spenden sich Mann und Frau gegenseitig. Wenn einer der beiden Partner einer anderen christlichen Konfession angehört, spricht man von einer konfessionsverschiedenen Ehe. Auch die Eheschließung mit einem nicht-getauften oder aus der Kirche ausgetretenen Partner ist grundsätzlich möglich.
Wenn einer der Partner schon einmal verheiratet war, muss erst geprüft werden, ob die geschiedene Ehe kirchlich gültig ist oder nicht. Dies muss in einem Gespräch mit einem Seelsorger geklärt werden und sollte mindestens ein halbes Jahr vor dem geplanten Trautermin stattfinden.
Wann?
Nach Rücksprache mit dem Pfarrbüro und dem Priester oder Diakon, der die Trauung halten soll, ist grundsätzlich jeder Termin möglich. In den meisten Fällen finden Trauungen am Freitag- oder Samstagnachmittag statt. Wichtig ist, zunächst abzuklären, ob zum gewünschten Termin ein Seelsorger und die gewünschte Kirche zur Verfügung steht und erst dann alles weitere zu planen.
Ablauf
Die Trauung findet entweder im Rahmen einer Eucharistiefeier oder als Wortgottesdienst statt. Gerne darf sich das Paar in die Vorbereitungen einbringen und die Lesung, das Evangelium, christliche Musik und eventuell Gesang aussuchen.
Im Traugottesdienst selbst ist dann für das Brautpaar scheinbar gar nicht viel zu tun: Es verlässt seinen Platz vor dem Altar vom Einzug bis zum Auszug nicht. Doch die Worte, die vom Brautpaar gesprochen werden, sind von entscheidender Bedeutung und lassen das Paar anders aus der Kirche herausgehen, als es in die Kirche eingezogen ist.